⊗ r. anderscheinungen ⊗ mein denkraum.
Samstag, 17. Januar 2009
manchmal denke ich mich weiter.
weiter raus aus dem alltäglichen.
manchmal verschwinde ich in unendlichen weiten.
wie gern ich mich verliere.

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Mittwoch, 14. Januar 2009
realität, so...
realität ist eine lücke, ein leerer fleck, der durch das definiert wird was ihn umgibt.
sie ist die viel zu kalte heizung neben der man früh an einem wintermorgen erwacht. sie ist der zu laute und kaputte wasserhahn,
die zahnpasta die einem von der zahnbürste fällt.
sie ist der regentropfen, der einem die nasenspitze kitzelt, wenn man zum himmel schaut und feststellt dass man seinen schirm vergessen hat und heute eigentlich auch gar keinen regen möchte.
sie ist die verpasste bahn, das lächeln des zeitungsjungen, das letzte multivitamin bonbon in der tüte.
sie ist der gerissene schnürsenkel den man gerade fester ziehen wollte um einen kurzen sprint einzulegen.
sie ist die tote taube die auf dem kopfsteinpflaster auf dem burgplatz liegt.
sie ist ein blutfleck auf weissen leinen.
sie ist die leere schachtel schlaftabletten, die ein junges mädchen zuvor zu sich genommen hat.
sie ist der regen, der gegen das fenster trommelt, die seile die im sturm gegen den fahnenmast schlenkern. realität ist ein stein in unserem kopf.

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Montag, 22. Dezember 2008
neben der religion ist wohl die demokratie die gewaltigste illusion der menscheit.

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Sonntag, 7. Dezember 2008
gute nacht.
fremd bin ich eingezogen,
fremd zieh' ich wieder aus.
der mai war mir gewogen
mit manchem blumenstrauss.
das mädchen sprach von liebe,
die mutter gar von eh' -
nun ist die welt so trübe,
der weg gehüllt in schnee.

ich kann zu meiner reisen
nicht wählen mit der zeit:
muß selbst den weg mir weisen
in dieser dunkelheit.
es zieht ein mondenschatten
als mein gefährte mit,
und auf den weißen matten
such' ich des wildes tritt.

was soll ich länger weilen,
bis man mich trieb' hinaus?
laß irre hunde heulen
vor ihres herren haus!
die liebe liebt das wandern, -
gott hat sie so gemacht -
von einem zu dem andern -
fein liebchen, gute nacht!

will dich im traum nicht stören,
wär' schad' um deine ruh',
sollst meinen tritt nicht hören -
sacht, sacht die thüre zu!
ich schreibe nur im gehen
an's thor noch gute nacht,
damit du mögest sehen,
ich hab' an dich gedacht.

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Samstag, 29. November 2008
da ich stets voller gedanken bin, weiss ich nicht ob ich immer den richtigen auf´s trapez bringe.

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Freitag, 28. November 2008
immer
wenn ich die wahrheit sage bekomme ich ärger.

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Donnerstag, 14. August 2008
damals spammte man auf steintafeln, ich meine den armen moses, direkt zehn musste er den berg runterschleppen.
immer scheisse ohne firewall brennenden busch in der nähe...

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Montag, 23. Juni 2008
schreibarm
zur zeit zuviel
es wird wieder

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Dienstag, 6. Mai 2008
lediglich diese feinen details
in deinen augen, in deiner gestik

irrelevant vielleicht, eventuell auch nicht

doch gerade die kleinen dinge
im leben

sind es wert.
nur sie.

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Dienstag, 8. April 2008
entscheidungen treffen
bedeutet
die wahl zwischen
zwei alternativen zu haben,
die nicht perfekt sind.

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Donnerstag, 3. April 2008
und ich hätte ja gewollt, aber können hab ich mich nicht getraut.

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Sonntag, 3. Februar 2008
achja, so einfach und beruhigend:
wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.

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Samstag, 19. Januar 2008
warum ist grade eben nicht schon übermorgen?
warum ist gerade eben nicht vorgestern?
das leben ist hier und jetzt, gestern und morgen sind gestorben.

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Freitag, 18. Januar 2008
zwischen der kindlosigkeit der uniformierten kids und der infantilität der erwachsenen erstreckt sich die postmoderne spasswelt, die ihre eintönigkeit immer aufwändiger dekoriert, damit sie dauernd was zu lachen hat.

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Letzte Aktualisierung: 2016.02.14, 18:20
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